1. Mannschaft: Rückblick KL - Südthüringen

Halbserienrückblick der Kreisliga Südthüringen!

(Quelle: Wochenspiegel Sonneberg vom 18.01.2020)

SG Lauscha/Neuhaus überwintert an der Tabellenspitze, Trio mit Aufstiegschancen

SONNEBERG - Im Kampf um den Meistertitel in der Kreisliga und damit auch um die Aufstiegsplätze ist in der Herbstrunde noch keine Vorentscheidung gefallen. Die SG Lauscha/Neuhaus (1.), Eintracht Heldburg (2.) und die SG Mendhausen/Römhild (3.) führen die Tabelle des 14er-Feldes an. Die Herbstrunde verlief zunächst so, wie es die Experten im Wesentlichen vorausgesagt hatten.

An der Tabellenspitze liefern sich drei Mannschaften einen Kampf um den Staffelsieg. Nämlich Kreisoberligaabsteiger SG Mendhausen/Römhild, die Vestestädter aus Heldburg und die SG Lauscha/Neuhaus. Auch der SV 07 Häselrieth ist aus dem Titelrennen, ebenso wie der SV Blau-Weiß Heubisch noch nicht raus, aber dieses Duo muss eine Traumserie hinlegen, wenn der große Wurf noch gelingen soll.


Bei der SG Lauscha/Neuhaus gab es vor Saisonbeginn mehrere personelle Veränderungen. Neuer Trainer auf dem Rennsteig ist seit dem Sommer der ehemalige DDR-Oberliga- und Zweit-Bundesligaspieler Ulf-Volker Probst (55), der in jüngerer Vergangenheit den Landesklassisten TSV Bad Blankenburg trainierte. Mit Probst als Coach und mehreren Talenten aus dem eigenen Nachwuchs konnte die Qualität der Mannschaft erhöht werden. So schafften Nick Fischer, Josef Hienzsch und Jan Ehle den Sprung in die erste Elf. Von Saisonbeginn an war die SG erfolgreich. Zehn Spiele in Serie blieb das Team um Torjäger Maximilian Töpfer (9 Tore) und den unverwüstlichen Routinier Steve Büchner ungeschlagen. Erst in Runde elf – ausgerechnet beim Aufsteiger Schleusingerneundorf (2:5) endete diese Erfolgsserie. Die heimischen Sportstätten auf dem „Tierberg“ und auf dem Sportplatz „Igelshieb“ erwiesen sich wieder als wahre Festungen. Hier ist die SG in dieser Saison bislang noch ungeschlagen. Momentan läuft die Vorbereitung auf die Frühjahrsrunde. Die Freiluft-Bedingungen für den Spitzenreiter sind auf dem Rennsteig freilich nicht optimal, dennoch möchte man den Aufstiegsplatz verteidigen. Gleich zu Beginn der Frühjahrsrunde steht für die Mannen um Trainer Probst ein Härtetest mit den drei Auswärtsspielen in Heldburg, Heubisch und Schalkau an. Auch zum Kreisoberligaabsteiger Mendhausen muss man noch reisen. Erst dann – und dies hofft der treue Anhang – wird man sehen, wohin die Reisegeht. Jedenfalls sind die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft gestellt.

Eine gute Herbstrunde spielte auch der SV Eintracht Heldburg. Die Vestestädter, die in Auswärtsspielen noch ungeschlagen sind, liegen mit 31 Punkten gleichauf mit der SG Lauscha/ Neuhaus. Kopf der Mannschaft ist Eric Hummel, der bereits 15 Tore erzielte. Dass die SG Mendhausen/Römhild im Titelrennen wieder mit dabei ist, kommt nicht von ungefähr. Die Grabfeld-Kicker könnten bei erfolgreichem Ausgang des Nachholspiels gegen Gellershausen sogar noch auf die Pole-Position nach oben klettern. Andreas Heyn (7 Tore) ist bester Schütze des Kreisoberliga-Absteigers.

Viele starke Auftritte legte in der Herbstrunde der SV Blau-Weiß Heubisch hin, der bereits acht Siege feiern konnte. Die Unterländer mit ihrem erfahrenen Coach Wolfgang Rierl haben mit Neuzugang Kristian Zuleger – er spielte viele Jahre erfolgreich beim 1. FC Sonneberg 04 – deutlich an Qualität gewonnen. In heimischen Gefilden sind die Blau-Weißen noch ungeschlagen, strotzten vor Torhunger (24:5). In der Fremde jedoch kassierte die überaus routinierte Elf bereits 25 Gegentore. Der 38-jährige Frank Ditscheid ist mit 13 Toren bester Schütze der Unterländer, Kevin Thau erzielte bisher neun Tore. Dieses Duo war auch bisher in allen Spielen der Heubischer mit von der Partie. Über die gute Unterstützung der Zuschauer sind die Heubischer sehr froh: 445 Fans (89 im Durchschnitt) wollten die Heimauftritte der Blau-Weißen sehen.

Der SV 07 Häselrieth scheiterte in der Relegation an Milz und muss weiter in der Kreisliga kicken. Die Rand-Hildburghäuser warteten mit konstanten Leistungen auf, stellen mit Pascal Wagenschwanz (17 Tore) den treffsichersten Schützen der Liga. Einer ausgezeichneten Heimbilanz (18 Punkte) ließ der SV 07 nur sieben Auswärtspunkte folgen. Zudem kassierte Häselrieth schon 32 Gegentore.

Hildburghausen II ist für mich die spielstärkste Mannschaft, ich denke, dass die Eintracht noch vorne mitmischt“, sagte Schalkaus Jugendleiter Mike Bräutigam während der Herbstrunde. Bei der Eintracht wechselten Licht und Schatten, konstante Leistungen erbrachten die Kreisstädter nicht, sodass sie eigentlich schon aus dem Aufstiegsrennen sind.

Zufriedene Gesichter gibt es beim Neuling FC Blau-Weiß Schalkau. Trainer Uwe Dirrigl macht seit Jahren eine sehr solide und gute Arbeit, die längst Früchte trägt. Die Hinterländer kamen glänzend aus den Startlöchern und zeigten insbesondere in heimischen Gefilden sehr gute Vorstellungen. Fünf Siege feierten die Blau-Weißen gegen Themar (8:2), Steinach II (3:2), Bedheim (6:0), Heubisch (4:0) und Ummerstadt (4:0). Dagegen hat der Neuling in der Fremde noch große Reserven. Nur beim Mitaufsteiger Schleusingerneundorf gelang ein voller Erfolg. Während Kevin Volk in allen Spielen mit von der Partie war, zeigte sich der zu seinem Stammverein heimgekehrte Torjäger Julian Sommer (13 Tore in neun Spielen) von seiner besten Seite. Sommer hatte in der Vergangenheit auf Landesebene beim SV 08 Steinach und beim 1. FC Sonneberg 04 gespielt. In der Rückrunde wollen die Schalkauer mit guten Leistungen aufwarten und hoffen darauf, dass die jungen Spieler weitere Fortschritte machen.

Das Mittelfeld der Tabelle reicht vom SV 1920 Gellershausen, dem SV Engertal Schleusingerneundorf bis hin zur SG Bedheim/Stressenhausen. Dieses Trio dürfte nach Lage der Dinge viel Luft nach unten haben. 

Zufrieden ist man bei der SG SV 08/VfB Steinach II nur bedingt. Nur vier Siege konnten die Blau-Weißen Fohlen in der Herbstrunde einspielen. Neben den klaren Heimerfolgen gegen Themar (7:0) und Streufdorf (6:2) gelangen Auswärtsdreier zum Auftakt bei Hildburghausen II (3:1) und beim Schlusslicht in Ummerstadt (4:2). Nur einmal blieb das junge Team, das von Jürgen Tanneberg trainiert wird, ohne Gegentor. 38 Spieler brachten die Steinacher bereits zum Einsatz, da ist es sicher nicht immer einfach, Kontinuität auf den Platz zubekommen. Aber die 08-Reserve sollte in der Lage sein, den Klassenerhalt in trockene Tücher zu bringen. Niklas Winter bestritt bisher alle 15 Spiele, Nico Sesselmann traf sechsmal in des Gegners Netz.

Die SG Streufdorf/Eishausen konnte im Laufe der Hinrunde nicht überzeugen, holte bisher nur elf Zähler. Besonders in Auswärtsspielen (nur ein Remis) hat die SG große Reserven.

Die Schießbude der Liga ist der TSV 1911 Themar. Die Werrastädter konnten nur dreimal als Sieger vom Platz, kassierten bereits 67 Gegentreffer. Hoffnung gibt die Tatsache, dass der Abstand zu Platz zwölf – dieser könnte den Klassenerhalt bedeuten – gering ist.

Der TSV 1868 Ummerstadt hat gegenüber der Vorsaison einen deutlichen Leistungsabfall zu verzeichnen. Nur ein voller Erfolg gelang den Mannen aus Ummerstadt (3:0 gegen Bedheim/Stressenhausen) vor der Winterpause. Ob dies dann ein Erfolg mit Signalwirkung war bleibt abzuwarten.  

Die Fairplay-Tabelle führt Eintracht Heldburg vor dem SV Blau-Weiß Heubisch an, während der TSV 1868 Ummerstadt auch in dieser Wertung die rote Laterne inne hat.

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