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Bezirksliga Saisonrückblick 2006/07

FUSSBALL, BEZIRKSLIGA, SAISONRÜCKBLICK 2006/07

Isolator übertraf alle Erwartungen

Bettelhecken auf Medaillenplatz / SG 1951 Sonneberg überraschte / FC-04-Reserve abgestiegen

VON JÜRGEN ECKSTEIN

Nachdem im Vorjahr die SG Geraberg/Elgersburg in einem Kopf-an-Kopf-Rennen die Nase vorn hatte, wurde der SV Isolator Neuhaus- Schierschnitz souverän Staffelsieger und distanzierte die Konkurrenz um Längen. SONNEBERG – Die Unterländer, deren hervorragende Nachwuchsarbeit des letzten Jahrzehntes nun Früchte trägt, lagen zur Halbserie schon auf der Pole- Position. Und ihre Stabilität ging auch wie ein roter Faden durch die gesamte Frühjahrsrunde. Auch wenn die spielerischen Leistungen nicht immer glanzvoll (Themar, Ummerstadt, FC Sonneberg und gegen Hinternah) waren, so punktete die „Iso“ fleißig. Trainer Matthias Otto, der selbst nur noch selten die „Stiefel“ schnürte, konnte sich besonders auf seine Hintermannschaft verlassen. Torwart Reinhard Meusel war oft der Fels in der Brandung. Und viele Experten halten den jungen „Iso“-Keeper für den besten Torwart der Liga, der leicht zwei Klassen höher spielen könnte. Reinhard Meusel, auch als Unparteiischer einer der Besten im Landkreis, sagt: „Wir gewinnen und verlieren zusammen, unsere Stärke ist der Teamgeist.“ Doch auch die Offensiv-Abteilung mit Andreas Ehnes, Daniel Hermann, Stefan Schmidt und Lars Sauer zeigten beständig gute Leistungen. Als Isolator zur Winterpause vorn lag, sagte der 1. Vorsitzende Ulrich Ehnes: „Wenn wir es sportlich chaffen, dann spielen wir auch oben.“ Nach dem Heimerfolg gegen Martinroda (1:0) setzte sich der Vorstand mit der Mannschaft zusammen, um die Situation neu zu bereden. „Wir haben es uns nicht leicht gemacht, aber auf uns kämen erheblich höhere Mehrkosten und gewiss geringere Einnahmen zu. Auch die stimmungsvollen Derbys hätten wir nicht mehr. Und so haben wir schweren Herzens das Aufstiegsrecht abgegeben, zumal es uns auch nicht gelungen ist, die erhofften Verstärkungen zu bekommen“, sagte Ulrich Ehnes. Dass dies die richtige Entscheidung war, zeigte sich im Pokalfinale, denn dort unterlag Neuhaus-Schierschnitz gegen Borsch mit 0:3.

 

Germania abonniert einen Spitzenplatz

 

Einen Abo-Platz in der Spitzengruppe hat der TSV 1884 Germania Sonneberg-West gebucht. Heuer schlossen die Bettelhecker die Runde mit dem 2. Platz ab. „Wir sind mit dem Saisonverlauf zufrieden“, sagte der 2. Vorsitzende Norbert Heymann. Die „Westler“ haben in dieser Serie mit drei Trainern gearbeitet. Der überaus geliebte Hans- Peter Schmitz gab den Trainerstab aufgrund seiner beruflichen Veränderung an Mike Eber weiter. Eber, nach wie vor eine große Stütze im TSV-Team, machte seine Sache erwartungsgemäß gut und auchWolfgang Ihle, der in der Winterpause verpflichtet wurde, hielt das Flaggschiff auf Kurs. Ihles junge, spielstarke Mannschaft nahm die Aufholjagd in Angriff, doch der Abstand zu Neuhaus-Schierschnitz konnte nach Niederlagen in Reurieth, Schalkau und gegen die SG 1951 Sonneberg im Stadtderby nicht verkleinert werden. So bleibt den „Westlern“, die im übrigen auch auf das Aufstiegsrecht zur Landesklasse verzichteten, im neuen Spieljahr einen neuen Anlauf zu nehmen. Der Landesklassenabsteiger SV Eintracht Oberland, der zu Saisonbeginn mit den Gebrüdern Reuter, Sebastian Schmidt und Standke gleich vier Stützen verlor, spielte eine recht ausgewogene Runde. „Wir sind mit dem Gesamtergebnis mehr als zufrieden, solche Abgänge muss man erst einmal verkraften“, so der Vorsitzende Uwe Höhn. Bei der Eintracht wird eine solide Arbeit verrichtet, allerdings haben die Verantwortlichen signalisiert, dass auch sie nicht mehr in die Landesklasse aufsteigen wollen. „Wir sind mit dem Abschneiden zufrieden. Besonders in der Frühjahrsrunde lief es bei uns gut“, resümiert Gerd Bradatsch, Abteilungsleiter der SG Reurieth/Beinerstadt. Die Reuriether, zur Wendemarke noch auf Platz 7, kletterten auf den 4. Platz nach oben. Besonders die Neuzugänge Herrmann und P. Allzeit, dazu der wieder genesene Beyhl sorgten für gute Leistungen. Zudem taute Torjäger Marcel Tuchenhagen richtig auf, denn er holte sich mit 41 Toren die Torjägerkanone. Nach einer wechselvollen Herbstrunde steigerte sich die SG 1951 Sonneberg. Die Wolkenrasen-Kicker kamen aus der „Grauzone“ heraus und kletterten auf der Tabellenleiter Sprosse um Sprosse nach oben. Garanten des Höhenfluges sind Stefan Gruber und Andreas Bätz sowie Michael Funke im Tor. „Der Funke ist ein echter Rückhalt“, so Rolf Kapfenberger, ein Experte des Sonneberger Fußballs. SG-Coach Frank Dreilich gelang es auch sein Team systematisch zu verjüngen. Kirchner, Peterhänsel, Kuot und Marsiske machten hier eine prima Entwicklung. Die 51er sind in heimischen Gefilden sehr spielund kampfstark, zudem ist dieses Team taktisch reifer und kann die Trainer-Vorgaben gut umsetzen. Licht und Schatten wechselten beim FSV 06 Eintracht Hildburghausen. Der vorjährige Vizemeister verjüngte sein Team radikal, musste dafür gewisses Lehrgeld zahlen. Dennoch: Den Gelb-Schwarzen gehört zweifellos die Zukunft. Der Landesklassenabsteiger FSV Martinroda legte ein Zwischenjahr ein. In der neuen Serie, dies wurde bekannt, wird es viele neue Gesichter beim Ilmkreisvertreter geben. Und dann nehmen die Martinrodaer den Aufstieg wieder ins Visier.

 

Aufs Ende zu total geschwächelt

 

Eine vom Ergebnis (43 Punkte, Platz 8) her ordentliche Saison spielte auch der SC 09 Effelder. Allerdings darf nicht verschwiegen werden, dass sich die Elf sowohl im taktischen Bereich als auch spielerisch nicht weiter entwickelte und eine schwarze Schlussserie (fünf zum Teil derbe Niederlagen) hinnehmen musste. Dies wurde besonders in den Heimspielen deutlich. Sechs Niederlagen – so viele wie lange nicht – stehen hier zu Buche. Das Spiel der 09er lebte auch in dieser Saison von Markus Jahn (10 Tore) in der Schaltzentrale und Angreifer Christian Hörnlein (11 Tore). Einige Spieler indes hatten Aussetzer (S. Funke, F. Strecker, B. Porazil), so dass sie zurückgepfiffen wurden. Trainer Herbert Brückner, der zusammen mit Markus Jahn arbeitet, zog dennoch ein zufrieden stellendes Fazit: „Wir haben besonders in den Auswärtsspielen (20 Punkte) ordentlichen Fußball gespielt. Nur die Leistungen in der Endphase der Meisterschaft waren schlecht“, sagte Herbert Brückner. Die Hinterländer müssen zukünftig versuchen, ihre jungen Talente zu integrieren. Der TSV 1868 Ummerstadt sorgte in dieser Herbstrunde mit schwachen Vorstellungen und zwei Trainerwechseln für Aufsehen. Nun hat Trainer AlfredWeber aber alles in Griff und die Unterländer kletterten auf der Tabellenleiter Sprosse um Sprosse nach oben. Eine glanzvolle Herbstrunde spielte der Neuling FC Blau-Weiß Schalkau (3.), so dass die Euphoriewelle fast überschwappte. Vom Durchmarsch wurde gesprochen. Doch die Männer um Spielertrainer Daniel Meyer fielen in der Rückrunde aufgrund von Verletzungen, Spielsperren und teilweise schlechten Leistungen ins Mittelfeld zurück. Ja, Schalkau musste sogar einen Blick auf die Abstiegszone werfen, denn diese kam immer näher. Schmerzlich wurden die Führungsspieler Mario Winter und Daniel Meyer vermisst, dazu hatte der fleißig arbeitende Stürmer Toni Steiner oftmals Ladehemmung. Die Befreiungsschläge gelangen dann in Mellenbach/Sitzendorf (4:2) und gegen den TSV Germania Sonneberg-West (2:0). Die Hintermannschaft der Schalkauer, die mit Raiko Mittenzwei einen starken Keeper hat, brach in einigen Partien völlig auseinander. Sieben Einschläge in Hildburghausen und Reurieth zeigen, dass die Abwehr doch längst nicht sattelfest war. Da Spielertrainer Daniel Meyer ein verdienstvoller Spieler den Verein verlässt, wird das sogenannte schwere zweite Jahr ein Jahr der Bewährung werden. Dann schwingt Mario Winter den Taktstock als Trainer. Ohne große Illusionen startete der FC Hinternah-Schönbrunn in diese Spielzeit. „Für uns geht es darum, dass wir einen gesicherten Mittelfeldplatz belegen“, so Abteilungsleiter Hans-Jürgen Schmidt. Die Saison des FC glich auch einer „Achterbahnfahrt“, denn Konstanz war ein Fremdwort. Am letzten Spieltag leistete der FC jene Schützenhilfe für Milz, die die Verantwortlichen bereits am 28. Spieltag ankündigten. Licht und Schatten wechselten beim TSV 1911 Themar. Abteilungsleiter Norbert Bocklitz, zugleich verantwortlicher Trainer, beklagte oftmals die lange Verletztenliste. „Wir haben mehrmals mit dem letzten Aufgebot gespielt“, so Bocklitz, der mit dem Klassenerhalt das Saisonziel der Werrastädter erfüllt sieht. Äußerst heimstark war der SV Milz 07. Die Mannen von Lothar Peter steigerten sich aber auch in der Endphase in fremder Umgebung und sicherten sich völlig verdient den Klassenerhalt.

 

Bitterer Gang in die Kreisliga

 

Dass die Reserve des 1. FC Sonneberg 04 mit 36 Punkten (so viele hatte ein Absteiger noch nie gesammelt) den bitteren Weg in die Kreisliga zurück antreten muss, ist doch eine Überraschung. Vom Fehlstart (vier Niederlagen) erholte sich das Team um Spielertrainer Kay Luthardt erst gegen Ende der Herbstrunde. Dort gelang es erstmals, die Abstiegsplätze zu verlassen. Und als der FC 04 II nach dem 22. Spieltag sieben Punkte Vorsprung vor den Abstiegsplätzen hatte, schien der sichere Hafen erreicht. Aber dies war ein Trugschluss. Der „Schlendrian“ zog bei manchem Spieler ein und als gegen Themar eine 2:0-Führung in der Schlussphase verspielt wurde, (24. Spieltag) war Sonneberg II wieder mittendrin im Abstiegskampf, da Milz zu diesem Zeitpunkt sein Punktekonto schon erhöhte. Die Ursachen für den Abstieg waren schwache Heimergebnisse und eine pomadige Abwehr. Die zweitmeisten Gegentore unterstreichen diese These. Kay Luthardt sagte: „Wir waren nur selten in der Lage, unsere spielerischen Vorteile in Punkte umzumünzen. Unsere Mannschaft hat ihr Gesicht gegenüber dem Vorjahr personell auch sehr verändert. Beispielsweise fehlten uns Robin Räder und Stefan Fischer, die sich in der Ersten einen Stammplatz erkämpft haben. Dazu kam, dass wir einige schwerwiegende verletzungsbedingte Ausfälle hatten.“ Abgeschlagen landeten der FSV Mellenbach/Sitzendorf und Eintracht Heldburg auf den weiteren Abstiegsplätzen. Beide Teams hielten bis zum letzten Drittel der Saison durchaus mit, ehe der Einbruch kam.

Nächste Spiele Männer

So, 20. Jan. 2019 13.45
Jagdshof FC-BW Schalkau -:-
Spielort: Hildburghausen

So, 20. Jan. 2019 14.45
FC-BW Schalkau SG Veilsdorf/Heßberg -:-
Spielort: Hildburghausen

So, 20. Jan. 2019 15.15
SG Goßmannsrod FC-BW Schalkau -:-
Spielort: Hildburghausen

So, 20. Jan. 2019 15.45
SV 03 Eisfeld FC-BW Schalkau -:-
Spielort: Hildburghausen

So, 20. Jan. 2019 17.00
FC-BW Schalkau SG Streuf./Eishausen -:-
Spielort: Hildburghausen

Ergebnisse Männer

Sa, 10. Nov. 2018 14.00
`51 Sonneberg II FC-BW Schalkau 0:5

So, 04. Nov. 2018 14.00
FC-BW Schalkau II Rottmar/Gefell 5:0

Nächste Spiele Jugend

Sa, 23. Feb. 2019 10.30
SG Helba D SG Eff./Schalkau D -:-

Sa, 02. Mär. 2019 10.30
Geisa D SG Eff./Schalkau D -:-

Sa, 09. Mär. 2019 10.30
SG Eff./Schalkau D Bad Salzungen D -:-
Spielort: Sportplatz Effelder

Sa, 16. Mär. 2019 10.30
SG Eff./Schalkau D Martinroda D -:-
Spielort: Sportplatz Effelder

Ergebnisse Jugend

So, 25. Nov. 2018 11.30
SG Eff./Schalkau D spielfrei -:-

Sa, 17. Nov. 2018 10.30
Sonneberg 04 D SG Eff./Schalkau D 2:7

Sa, 10. Nov. 2018 10.30
SG Eff./Schalkau D Suhler SV D 1:0
Spielort: Sportplatz Effelder

So, 04. Nov. 2018 10.30
Judenbach F SG Schalkau/ Eff. F2 -:-
abgesetzt

So, 04. Nov. 2018 10.00
Meng.-Hämm./Rauen. F SG Schalkau/ Eff. F2 -:-
abgesetzt

Sa, 03. Nov. 2018 14.00
SG Goßmannsrod B Eisfeld/Schalkau B 2:0

Sa, 03. Nov. 2018 10.30
Martinroda D SG Eff./Schalkau D 0:1

So, 28. Okt. 2018 12.30
Bad Salzungen D SG Eff./Schalkau D 4:0

So, 28. Okt. 2018 10.45
SG Schalkau/ Eff. F2 Nh.-Schiersch. F 2:0

So, 28. Okt. 2018 09.45
Oberlind F SG Schalkau/ Eff. F2 2:3

Sa, 27. Okt. 2018 14.00
Eisfeld/Schalkau B Hildburghausen B 4:2