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Kreisliga Zwischenbilanz

FUSSBALL, KREISLIGA / ZWISCHENBILANZ

Oberlind befindet sich trotz Rückschläge im Aufwärtstrend / Rauenstein steigerte sich weiter

VON JÜRGEN ECKSTEIN

Der FSV 07 Lauscha mit seinem Trainer Gerhard Queck führt wie schon im Vorjahr das Sechzehnerfeld der Kreisliga an. Während im Vorjahr der FC Blau-Weiß Schalkau in der Rückrunde konstanter spielte, dürften die Tierberg- Kicker im Jahr des 100-jährigen Jubiläums des FSV den Aufstieg in der Tasche haben.

SONNEBERG - „Wenn die Lauschaer die Serie so durchziehen, dann können wir die Ehrung für den Kreismeister bereits am 25. Mai vornehmen, denn dann gastiert der FC Carl Zeiss Jena(Anstoß 18.30 Uhr) auf dem Lauschaer Tierberg“, so der KFAVorsitzende Jürgen Reinmann. Insgesamt 14 Punkte Vorsprung hat Lauscha auf die Konkurrenz, die ja eigentlich keine Konkurrenz ist. Alleine der FSV 07 spielte nämlich in der Herbstrunde konstant. „Wir haben eine junge und spielfreudige Mannschaft, allerdings sind wir auch nicht ganz frei von Schwächen“, bilanziert Lauschas Vorstandsmitglied Axel Friedrich. Nachdem der FSV bereits im vorletzten Jahr einen Startrekord aufstellte, so gelang den Mannen von Gerhard Queck diesmal eine noch beeindruckendere Bilanz, denn erst im letzten Hinrundenspiel beim VfB Steinach mussten die Glasbläser die bislang einzige Niederlage einstecken. Lauscha, auf dem heimischen Tierberg in allen neun Spielen siegreich, auswärts mit einer imponierenden Bilanz, liegt auch in der Fairplay- Wertung ganz vorne. Trotz der 69 erzielten Tore ist man beim FSV nicht durchgängig zufrieden mit der Ausbeute. „Wir lassen noch immer viele Chancen ungenutzt, daran müssen wir arbeiten“, so Abteilungsleiter Karl-Heinz Scheler. Beste Torschützen des Spitzenreiters sind Benjamin Greiner und Mark Kästner mit jeweils 13 Toren. Ab dem zweiten Platz beginnt eigentlich schon das Mittelfeld, denn im Kampf um den Titel können die nachfolgenden Mannschaften wohl nur theoretisch eingreifen. Bezirksligaabsteiger SC 06 Oberlind ist dabei, eine neue Mannschaft aufzubauen. Edgar Bär übernahm ein nicht ganz leichtes Amt als Trainer, doch dem Coach der 06er gelang es, die Grün-Weißen wieder in die erweiterte Spitzengruppe des Kreises zu führen. Dabei war der Weg holprig, denn im Laufe der Herbstrunde gab es doch einige Rückschläge. Aber nach der Niederlage in Lauscha sind die Oberlinder seit nunmehr acht Spielen ungeschlagen. In der Frühjahrsrunde wollen die Linder ihren Fans guten Fußballsport bieten, damit der Zuschauerschnitt von derzeit 57 pro Partie bald wieder steigt. Schon im Vorjahr gelang dem FSV 06 Rauenstein eine Leistungssteigerung. In diesem Spieljahr kamen die Mannen von Claus-Peter Fischer schlecht aus den Startlöchern: Zwei Auswärtsniederlagen in Steinheid und bei Steinach II sowie ein Remis gegen Neuhaus sorgten frühzeitig für schlechte Karten im Meisterschaftsrennen. Dann aber zeigte die Formkurve der Blau-Weißen deutlich nach oben. Probleme das Spiel zu machen haben die Hinterländer nicht, aber Probleme, die zahlreichen Chancen zu verwerten waren erneut sichtbar. Nur 40 Tore in 16 Spielen – Routinier Jens Schubert traf elf Mal ins Schwarze – sind von den Spitzenmannschaften die schlechteste Bilanz. Der SV 08 Steinach II hat leistungsmäßig enorm zugelegt. Zum einen trägt die gute und zielstrebige Nachwuchsarbeit der gesamten Abteilung nun Früchte, zum anderen wirkte sich die Rückkehr von Thomas Roß positiv aus. Steinachs Trainer Ulli Queck stehen zukünftig also rosige Zeiten ins Haus. Auf dem heimischen Kunstrasenplatz blieb Steinach II ungeschlagen, andererseits sind fünf Unentschieden nicht gerade die optimale Ausbeute bei der Dreipunkteregel. Der letztjährige Hallenkreismeister SV Germania Judenbach erlebte ein Wechselbad der Gefühle. Acht Siegen stehen sieben Niederlagen gegenüber. Die Germania, mit viel Vorschusslorbeeren gestartet, konnte die Vorgaben der Trainer nicht erfüllen. Dieter Hammerschmidt ließ sich im Herbst dann auch von seiner Funktion als „Chefcoach“ entbinden. Mehr Konstanz kam aber auch danach nicht in die Reihen der Germania, die mit Tommy Gögel (23 Tore) den derzeit besten Torschützen der Kreisliga stellt. Der Kader der Judenbacher wird sich in der Rückrunde noch vergrößern, denn vom Bezirksligisten FC Sonneberg II stößt Maximilian Köthe zu den Judenbachern. Der Ortsrivale der Germania, der TSV 1923 Neuenbau, setzte auch in dieser Herbstrunde seine unbekümmerte Spielweise fort. Freilich kassierten die Mannen um Jürgen Löffler die meisten Gegentore des Sechzehnerfeldes, doch die Stärken des TSV liegen eindeutig im offensiven Bereich. Mit Nick Werner (14) und Jens Martin (10) rangieren zwei TSVSpieler in der Wertung der besten Torjäger recht weit vorne. In Sachen Fairplay machte Neuenbau leider keine guten Schlagzeilen. Der TSV hat nämlich in dieser Wertung die „Rote Laterne“ inne. Zufriedene Gesichter gab es beim FSV 1999 Meng.-Hämmern nur höchst selten. Dies begann beim Schatzmeister, der durchschnittlich nur 44 Zuschauer begrüßen konnte. Und auch vier rote Karten – Torwart Ronny Bayer wurde gleich zweimal des Feldes verwiesen – sprechen nicht gerade für eine gute Disziplin auf dem Spielfeld. Dabei hat der FSV 1999 ein großes Potential, welches die Aktiven aber höchst selten abrufen. Das Hauptmanko der Steiner-Schützlinge ist der Angriff. Gerade einmal 30 Törchen erzielte der FSV in 16 Spielen. Dies sind nicht einmal zwei im Durchschnitt. Selbst Mannschaften aus der Abstiegszone waren da erfolgreicher. Das Optimum aus seinen Möglichkeiten machte der SV 1960 Seltendorf. Mehrfach mussten die Hinterländer mit einem Mini-Aufgebot auskommen und ältere Spieler, die eigentlich ihre aktive Laufbahn als beendet sahen, mussten mehrfach aushelfen. Um so mehr sprechen die Ergebnisse für die 60er, die besonders in heimischen Gefilden (sechs Siege) schwer zu stoppen waren. Trainer Heiko Fischer gilt gleichermaßen als Motivator und als gewiefter Taktiker, zudem war Torwart Christian Hahn wieder ein glänzender Rückhalt seines Teams. Der VfB Steinach ist weiter die Sphinx der Kreisliga. Top-Ergebnisse wechseln sich mit schwächeren Resultaten ab. So bezwangen die VfB-Kicker als einziges Team Spitzenreiter Lauscha, holten in Judenbach einen Zähler, enttäuschten dann aber auch beispielsweise in Seltendorf, Köppelsdorf oder Bettelhecken. „Wir sind mit unserer Ausbeute nicht unzufrieden“, freute sich Trainer Ralf Eichhorn am Rande der Südthüringer Hallenmeisterschaften. Die Reserve des TSV 1884 Germania Sonneberg-West hat mit ihrem Coach Matthias Schwesinger nach einem schwachen Einstiegsdrittel am Ende der Herbstrunde mächtig zugelegt. „Wir sind mit dem Saisonverlauf zufrieden, zumal wir ständig eine andere Formation aufs Feld schicken mussten“, resümierte der 2. Vorsitzende des TSV, Norbert Heymann. Mit 41 Spielern setzte die Germania die meisten Akteure ein. Da die „Westler“ in der Winterpause personell noch aufrüsteten, dürfte das Wort „Abstiegskampf“ am Karpfenteich zu den ungebräuchlichen Vokabeln gehören. Der WSV Neuhaus 1907 holte im Vorjahr 43 Zähler. Derzeit sind die Herrenhäuser von diesem Ergebnis noch ein großes Stück entfernt. Aber die Bilanz der 07er ist völlig ausgeglichen: Neben 34:34 Toren hat der WSV fünfmal gewonnen und fünfmal verloren. Die sieben Remis sorgten schließlich dafür, dass die Herrenhäuser nicht so richtig von der Stelle kommen. Dicht vor der Zone der gefährdeten Mannschaften liegt der SV Isolator Neuhaus-Schierschnitz II. Bei den Unterländern ist man nicht so richtig zufrieden: „Wir haben noch das Beste aus der Situation gemacht. Wenn aber – wie bei uns – in der ersten Mannschaft mehrere Spieler fehlen und ersetzt werden müssen, so geht dies auf Kosten der Reserve. Unser Ziel ist es, die Klasse zu erhalten und ich hoffe, dass wir im Frühjahr nicht noch einmal solch ein großes Verletzungspech haben“, so der 1.Vorsitzende des SV Isolator, Ulrich Ehnes. Aufsteiger SV Blau-Weiß Heubisch hatte einen guten Auftakt. Nicht nur die Kulisse (200 Zuschauer) stimmte beim Auftaktsieg gegen Oberlind, sondern auch die Form in den Spielen danach. Allerdings fielen die Unterländer dann auch in ein Loch, und so wurde der Neuling schließlich bis auf Rang 13 durchgereicht. „Wir wollen den Klassenerhalt schaffen, dazu müssen wir besonders im Abschluss zulegen“, nennt Trainer Karl-Heinz Büchner das Kardinalproblem. Gegenüber dem Vorjahr hat der TSV Wacker Steinheid deutlich an Substanz eingebüßt. Vielversprechend war noch der Auftakt für die Kicker vom Petersberg, die im weiteren Verlauf der Saison diese gute Form nicht konservieren konnten. Dennoch: Beim 9:1-Auswärtssieg in Neuenbau sorgte Wacker für den bisher höchsten Auswärtserfolg eines Kreisligisten. Beim 0:9 in Lauscha musste der TSV dann eine bittere Pille schlucken. Personelle Probleme hat Steinheid zudem gehabt, denn das Spiel gegen Lauscha wurde wegen Nichtantretens mit 0:2 gewertet. Vor Jahresfrist schaffte der 1. FC Köppelsdorf den Klassenerhalt erst in letzter Minute. Nun liegen die Rand-Sonneberger wiederum in unmittelbarer Nähe des Abstiegsplatzes. Trainer Jens-Uwe Coburger warf inmitten der Herbstrunde das Handtuch, was die Arbeit bei den Verantwortlichen noch erschwerte. Nur wenn die Köppelsdorfer an einem Strang ziehen, dazu disziplinierter spielen, kann der Kreisligaabstieg vermieden werden. Als Schlusslicht überwintert die Bezirksliga-Reserve des FC Blau-Weiß Schalkau. „Wir lassen zu viele Chancen ungenutzt, zudem sind bei uns einige Spieler in die Jahre gekommen. Dennoch wollen wir versuchen, von da unten raus zu kommen“, so Schalkaus Abwehrstratege Mario Langbein. Der Saisonverlauf der Hinterländer war bisher freilich enttäuschend. Besonders die Ausbeute in den Heimspielen – nur zwei Siege – kann nicht befriedigen. Und so drücken zumindest die vom Abstieg bedrohten Kreisligisten den Bezirksligisten die Daumen, damit sie den Verbleib in der Bezirksliga schaffen. In diesem Fall nämlich gibt es nur einen einzigen Kreisliga-Absteiger.

Quelle: Freies Wort vom 01.03.2007

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